Ort und Schule

Longerich

Longerich ist einer der nördlichen Vororte Kölns, zählt mehr als 13.500 Einwohner und umfasst das gesamte Gebiet zwischen Neusser Straße, Gürtelbahn, Autobahn A57 und Militärringstraße. Im nord-westlichen Teil des insgesamt 6,14 km2 großen Vororts - im ursprünglichen Ortskern - liegt unsere Schule. Die Verkehrsanbindung ist gut: Ein Bahnhof der S-Bahnlinie Köln - Düsseldorf (S11) ist etwa 300 Meter, die Endhaltestelle einer Straßenbahnlinie in die Innenstadt ungefähr 700 Meter entfernt. Zum Autobahnkreuz Köln-Nord (A57 / A1) fährt man 2 Minuten.

Außer dem Kriegerplatz, dem ehemaligem Friedhof und Standort der alten Longericher Kirche, gibt es im alten Ortskern keine Grünflächen oder Spielplätze für Kinder. Erst bei der Neuanlage der Siedlung am Dädalusring wurde eine Grünanlage zwischen der Siedlung und der Lützlongericher Str. angelegt. Nördlich der Militärringstraße befindet sich der Grüngürtel mit ausgedehnten Wald- und Wiesenflächen. Diese können zu Fuß von der Schule in 10 Minuten erreicht werden.





Geschichte unserer Schule

Unsere Schule hat eine 175-jährigen Tradition. Im Jahre 1832 am Kriegerplatz gegründet, wurde sie schon bald am heutigen Standort im Jahre 1867 aufgrund steigender Kinderzahlen neu gebaut. 2007 feierte unsere Schule ihr 175 jähriges Bestehen. In diesem Rahmen beteiligten wir uns am Longericher Karnevalszug und veranstalteten eine Zirkusprojektwoche mit den Kindern sowie ein Ehemaligencafé, zu dem alle ehemaligen Schüler eingeladen wurden.

Unsere Schule reagiert ausgleichend auf die Bewohner des alten Ortsteils als auch auf die Neuzugezogenen und bietet Möglichkeiten zum gemeinsamen Tun und Kennen lernen an. Traditionen werden an unserer Schule gepflegt, aber auch neuen Ideen steht unsere Schule offen gegenüber. Unser Bestreben ist es, den Kindern die Geschichte Longerichs und deren historische Gebäude und Plätze wieder ins Bewusstsein zu rücken. Es sind da zu nennen die alten Höfe wie den Balsamhof, den Mühlenhof, den Bergheimer Hof oder den Heckhof, die alten Wegkreuze wie das Richardskreuz oder das Correnzkreuz als Standpunkt der alten Windmühle, den alten Bahnhof oder die kleinen Häuser der Landarbeiter hinter dem Balsamhof („In der Kuhl“), das alte Klösterchen, den Kriegerplatz sowie den Friedhof mit den Kriegs- und Kindergräbern.

Die unmittelbare Nähe der Grünflächen ermöglicht es der Schule, Sportstunden bei schönem Wetter aus der Turnhalle ins Freie zu verlegen. Ebenfalls sind wir dadurch in der Lage, in gewissen Abständen einen Ausdauerlauf für alle Klassen am Dädalusring durchzuführen. Der nahe Grüngürtel kann sowohl für den Sachkunde-Unterricht zum Thema „Wald“ als auch zur Stadtgeschichte genutzt werden, da der Militärring mit seinen Verteidigungsanlagen (Forts) lange als äußerster Verteidigungsring der Stadt Köln gedient hat.


Unser Einzugsbereich

Nachdem die Schulbezirke aufgelöst wurden, kommen auch zunehmend Kinder aus anderen Stadtteilen in unsere Schule. Zu diesen Orten zählen unter anderem Auweiler, Bilderstöckchen, Esch, Heimersdorf, Ossendorf, Pesch, Lindweiler, Nippes und Weiler.



Auswirkungen auf unsere Schule

In Hinblick auf viele berufstätige Mütter und Väter sorgen wir für eine verlässliche Schule, das heißt, dass der Unterricht täglich um 8:00 Uhr beginnt. Bei vorzeitigem Schulschluss müssen Fahrschüler eventuell in einer anderen Klasse bis Schulschluss betreut werden. Da die Schüler in der Regel schon ab 7:30 Uhr in der Schule eintreffen, wurde der Unterrichtsbeginn von 8:15 Uhr auf 8:00 Uhr vorverlegt. Das Schultor wird ab 7:30 Uhr geöffnet. Ab 7:45 Uhr können die Kinder in unsere Klassen und sich mit Freiarbeitsmaterial beschäftigen.

Wie schon aus einigen Anmerkungen vorher ersichtlich, pflegt unsere Schule engen Kontakt zu den meisten Ortsvereinen, besonders aber zu der nahe gelegenen katholischen Kirche St. Dionysius, die zum Pfarrverband Longerich/Lindweiler gehört. Der Kinderchor der Kirchengemeinde probt regelmäßig mit einigen unserer Kinder im Musikraum. Seit 2008 gibt es eine Kommunionvorbereitungsgruppe im Nachmittagsbereich unserer Schule. Wir sehen es als selbstverständlich an, auf Termine und Veranstaltungen im Ort hinzuweisen bzw. auch mit Kindern daran teilzunehmen. So ist es schon Tradition, dass unsere Schüler im Zelt beim Kinderkarneval, am Fest der Senioren und der Schützenbruderschaft mitwirken. Ebenso besuchen die Ortsvereine unsere Veranstaltungen, wie zum Beispiel unseren Martinszug, unseren Karneval, unsere Schulfeste, ... .

Grundsätzlich sind wir bereit auch im Bedarfsfall unseren Schulhof oder andere Räume Vereinen zur Verfügung zu stellen. So nutzt der Radsport-Club unsere Turnhalle an den Pfingsttagen beim Longericher Radrennen und das Fanfarencorps Blau-Weiß den Keller zu Proben. Besonders enge Verbindungen unterhalten wir auch zum traditionsreichen Longericher Handballverein, dem LSC. Den meisten Eltern aus Longerich ist dieser Verein noch aus ihrer eigenen Schulzeit bekannt.

Seit der Änderung im Jahre 1966 der alten Volksschule in eine Grundschule ist unsere Schule eine katholische Schule. Wie zu Beginn erwähnt, ergibt es sich aber, dass wir als einzige Schule im alten Ortsteil Longerich allen Kindern dieses Wohngebietes eine Chance zum Lernen geben. Die nächste und zuständige Gemeinschaftsgrundschule und katholische Grundschule ist in der Gartenstadt Nord am Altonaer Platz.

Wir versuchen dem Anspruch „katholische Schule“ zu sein dadurch gerecht zu werden, dass wir regelmäßig alle 2 Wochen im Wechsel mit der Grundschule in Lindweiler einen Schulgottesdienst anbieten. Wir nehmen die Verpflichtung zur Erteilung von regelmäßigem Religionsunterricht laut Stundentafel sehr ernst. Ausfälle sind nur soweit vertretbar, wie vergleichsweise in anderen Fächern. Unsere Lehrer müssen auch bei anderer Konfessionszugehörigkeit bereit sein, ihre Klasse zu den Schulgottesdiensten zu begleiten. Ebenso erwarten wir, dass unsere Lehrer an allen kirchlichen Veranstaltungen, die Kinder oder die gesamte Schule betreffen, teilnehmen. Wir werben für kirchliche Veranstaltungen, indem wir die Sternsinger-Aktion aktiv unterstützen, sowie den kirchlichen Kinderchor. Abmeldungen vom Religionsunterricht generell lehnen wir ab, da den Eltern bei der Anmeldung ihrer Kinder an unsere Schule diese Schulform klar war.