GL-Schule - Gemeinsames Lernen
in Ganztagsklassen

,,Wir sind eine Regelschule, an der unsere Schüler so viel wie möglich gemeinsam miteinander und voneinander lernen."

Seit dem Schuljahr 2010/ 2011 sind wir eine GL-Schule, d.h. dass alle Kinder, auch die mit erhöhtem Förderbedarf, an unserer Schule aufgenommen werden. Diese Kinder werden in den Ganztagsklassen unterrichtet, da wir dann die Möglichkeit haben diese Kinder auch nachmittags zu fördern und gegebenenfalls mit geschulten Therapeuten zu therapieren. In einer Ganztagsklasse werden maximal 3 Kinder mit erhöhtem Förderbedarf mit Unterstützung einer Förderlehrerin beschult.

Alle Kinder werden gemeinsam am Vormittag im Klassenverband, in Kleingruppen bzw. im Einzelunterricht unterrichtet. Kinder erhalten im Unterricht je nach Förderbedarf Unterstützung durch die GL- Lehrerin, so dass vielfach im Unterricht zwei Lehrerinnen gleichzeitig die Kinder unterrichten. Wenn der Vormittagsunterricht endet, essen die Kinder gemeinsam, erledigen im Klassenverband die Hausaufgaben und werden entsprechend ihrer Leistung innerhalb der Klasse gefördert und gefordert. Neben der Klassenlehrerin und der GL- Lehrerin ist an zwei Tagen in der Woche zusätzlich die zuständige Betreuerin der OGTS ab 10.10 Uhr mit im Unterricht. Sie wird ebenfalls zur individuellen Förderung und Forderung in Absprache mit der Klassenlehrerin eingesetzt. Dies kann im Unterricht erfolgen, aber bei Bedarf werden Schüler zur individuellen Förderung und Forderung auch einzeln oder in Kleingruppen aus dem Unterricht genommen, um mit ihnen gezielt zu arbeiten. Das erforderliche Arbeitsmaterial wird im Vorfeld entsprechend von der Klassenlehrerin und der GL- Lehrerin vorbereitet und aufgearbeitet.

Die Hausaufgabenbetreuung erfolgt durch die Mitarbeiter der OGTS. Unterstützt werden sie durch die Klassenlehrerin und die GL- Lehrerin, die verschiedene Kinder während der Zeit fördern.

An einem Nachmittag der Woche ermöglicht unser Träger, dass die Kinder mit erhöhtem Förderbedarf Ergo- und Sprachtherapie an unserer Schule erhalten. In Absprache mit der Klassen-, der GL- Lehrerin und den Therapeutinnen wird entschieden, welche therapeutische Maßnahme für das einzelne Kind von Nöten ist.

Donnerstags ist Projekttag. Im 1. Schuljahr besuchen die Schüler nach Möglichkeit ab 13.00 Uhr den Wilhelmshof. Der Projekttag gilt auch für die OGTS- Schüler der Parallelklasse. Der Unterricht endet an diesem Tag um 11.30 Uhr. Danach werden die Hausaufgaben erledigt. Nach den Hausaufgaben gehen die OGTS- Kinder gemeinsam mit ihren Betreuern zum Wilhelmshof. In der Zeit von 13.00 Uhr - 15.30 Uhr findet dort eine gelenkte Freizeit statt. Das Programm auf dem Wilhelmshof wird von den Betreuern der OGTS gestaltet und der Jahreszeit bzw. dem Wetter entsprechend vorbereitet. Es gibt Angebote zur Betreuung und Aufzucht der dort lebenden Tiere und Naturerlebnisse in einem Parcours der Sinne. Ein kleiner Garten soll angelegt werden. Auch das Spielen und Toben auf dem dazugehörigen Fußballplatz und Spielplatz gehören dazu. Um 16.00 Uhr werden die Kinder dort abgeholt. Ist es den Eltern nicht möglich, die Kinder auf dem Wilhelmshof abzuholen, werden sie ab 16.30 Uhr in der Schule abgeholt. Am Projekttag bleiben die Schulranzen in der Schule. Die Kinder bringen einen Rucksack für ihr Lunchpaket mit. Der Projekttag im 1.Schuljahr ist auch ein Picknicktag. Die OGTS-Kinder der Parallelklasse werden an einem Vormittag in der Woche ebenfalls von der Gruppenleiterin betreut und gefördert sowie während der Hausaufgaben unterstützt. Zusätzliche, individuelle Förderung erfolgt durch Lehrerinnen oder die Zusatzkräfte. Diese Kinder gehen ebenfalls mit zum Wilhelmshof. Der Projekttag ist ein fester Bestandteil der OGTS und der Schule. Am Projekttag finden für die beteiligten Klassen keine anderen Klassenausflüge statt.

Im 2. Schuljahr ist am Projekttag seit diesem Schuljahr ,,Zirkus" ein fester Bestandteil des Vormittages und des Nachmittages. Der Lino-Club stellt eine Zirkuspädagogin zur Verfügung, die am Vormittag mit den Kindern im Rahmen des Sportunterrichts Akrobatik in den Vordergrund stellt. Nachmittags werden weitere Nummern wie Zaubern, Clownnummern usw. eingeübt, Kostüme gebastelt und im Zirkusrat, Probleme besprochen, aber auch eine Zirkusaufführung geplant und sich gemeinsam ein Name für den Zirkus überlegt. Die Zirkuskinder haben sich in diesem Schuljahr den Namen Longolino gegeben.

Für das 3. und 4. Schuljahr sind im Rahmen des Projekttages für die Zukunft die Einrichtung einer Bläserklasse und Sportangebote durch ortsansässige Vereine geplant. Gerade in diesen Projekten sind die Kinder mit erhöhtem Förderbedarf besonders integriert und können sich beweisen und zeigen, dass sie in anderen Bereichen besondere Fähigkeiten vorweisen können. Sie erleben, dass Schule Spaß macht und dass sie sich von anderen Kindern nicht mehr unterscheiden als andere.